AQASYS 12: Maps & Layer - Prozessdaten erhalten einen geografischen Kontext
AQASYS 12: Maps & Layer - Prozessdaten erhalten einen geografischen Kontext
Wo befinden sich kritische Messstellen? Welche Anlagen sind von einer Unwetterlage betroffen? Welche Maßnahmen müssen an welchem Standort eingeleitet werden?
Mit Maps & Layer wird das Prozessleitsystem AQASYS 12 um leistungsstarke Kartenfunktionen erweitert, die Prozessdaten mit ihrem geografischen Kontext verbinden. Auf Basis von OpenStreetMap entstehen in AQASYS Dashboards interaktive Karten-Widgets, in denen Messwerte, Anlageninformationen, amtliche Geodaten und individuelle Fachdaten übersichtlich zusammengeführt werden.
Mit Hilfe dieser neuen Funktionen werden aus abstrakten Prozesswerten aussagekräftige, kartenbasierte Visualisierungen, die räumliche Zusammenhänge sichtbar machen.
Karten auf Basis von OpenStreetMap
Die neue Kartenfunktion basiert auf OpenStreetMap und bietet zahlreiche Vorteile gegenüber klassischen Kartenlösungen.
Anwender benötigen weder Lizenzen noch ein Benutzerkonto und können OpenStreetMap direkt und kostenlos nutzen. Die Karten können zudem vollständig offline verwendet werden. Das ist ein entscheidender Vorteil für kritische Infrastrukturen oder abgeschottete Netzwerke.
AQASYS liefert bereits umfangreiche Kartendaten mit. Verschiedene Kartenstile können frei gewählt werden. Darüber hinaus lassen sich Stationen, Prozesswerte, freie Texte sowie beliebige Ebenen (Layer) direkt auf der Karte darstellen.
Auch für Bestandskunden ist der Umstieg komfortabel: Bereits vorhandene Google-Maps-Widgets aus älteren AQASYS-Versionen werden übernommen und automatisch in das neue Kartenformat umgewandelt.
Eigene Geodaten flexibel mit GeoJSON visualisieren
Neben den Grundkarten unterstützt AQASYS 12 GeoJSON-Layer. Damit können eigene Fachinformationen unkompliziert, ohne zusätzlichen Geodatenserver, in das Leitsystem integriert werden. Messpunkte, Rohrleitungen, Anlagengrenzen, Messzonen, Schutzbereiche oder Ausbreitungsgebiete lassen sich übersichtlich als individuelle Layer anlegen und visualisieren.
Ein Vorteil ist die dynamische Einfärbung der Objekte. Bereiche können abhängig von aktuellen Messdaten oder Grenzwertüberschreitungen automatisch farblich hervorgehoben werden. Kritische Zustände oder Grenzwertverletzungen werden dadurch unmittelbar sichtbar.
Da GeoJSON ein offenes und leichtgewichtiges Datenformat ist, lassen sich Änderungen schnell umsetzen. Der integrierte GeoJSON-Editor ermöglicht die Pflege der Geometrien direkt innerhalb von AQASYS.
Aktuelle Geodaten über WMS-Dienste einbinden
Ergänzend unterstützt AQASYS 12 WMS-Layer (Web Map Services). Damit lassen sich externe oder interne/private Kartendienste direkt in das Prozessleitsystem integrieren.
Öffentliche Wetter- oder Geodienste oder betreibereigene GIS-Systeme liefern dabei aktuelle Kontextinformationen wie z.B.:
- Schutzgebiete
- Pegelnetze
- Risikogewässer
- Wetterdaten, Regenradar
- Hochwassertiefen
- topografische Karten
Da die Kartendarstellung serverseitig erzeugt wird, sind die Informationen jederzeit auf dem aktuellen Stand. Die Pflege der Hintergrunddaten entfällt, daher gibt es keinen Pflegeaufwand.
Hochwasserlagen ganzheitlich beurteilen
Besonders deutlich werden die Möglichkeiten der neuen Kartenfunktion bei der Hochwasserüberwachung.
In einem zentralen Dashboard laufen unterschiedlichste Informationen zusammen. Neben den eigenen Prozessdaten können z.B. ein Niederschlagsradar, Gewitterzellen, Windrichtungen, verschiedene Warnstufen sowie aktuelle Pegeldaten gemeinsam dargestellt werden.
Zusätzlich liefern WMS-Layer wertvolle Kontextinformationen. Hochwassertiefen, Deichverläufe oder amtliche Hochwassergefahrenkarten zeigen, welche Bereiche bei unterschiedlichen Szenarien betroffen wären und welche Stationen sich in gefährdeten Gebieten befinden.
Dadurch entsteht in AQASYS ein vollständiges Lagebild, das sowohl die aktuelle Betriebssituation als auch die geografischen Auswirkungen einer Wetterlage auf einen Blick sichtbar macht.
Von der Information zur Handlung
Ein übersichtliches Lagebild ist jedoch nur der erste Schritt. Im Ereignisfall kommt es darauf an, schnell und koordiniert zu handeln. AQASYS verbindet deshalb die Kartenansicht unmittelbar mit den vorhandenen Funktionen des Prozessleitsystems.
Aus dem Dashboard heraus können Anwender direkt Prozessbilder öffnen, Anlagen bedienen oder vorbereitete Maßnahmen einleiten. Checklisten unterstützen dabei beispielsweise im Hochwasserfall standortbezogene Aufgaben systematisch abzuarbeiten, z.B. für Schulen, Kindergärten oder andere Einrichtungen. Gleichzeitig ist jederzeit nachvollziehbar, welche Aufgaben bereits erledigt wurden, welche Maßnahmen noch ausstehen und welchen Bearbeitungsstatus die einzelnen Aufgaben haben.
Auch weiterführende Informationen lassen sich direkt aus der Kartenansicht aufrufen. Anwender können z.B. unmittelbar in Hochwassergefahrenkarten, Betriebsdokumentationen. uvm. wechseln, ohne das Dashboard verlassen zu müssen.
Alle relevanten Informationen stehen dort zur Verfügung, wo sie im Ereignisfall benötigt werden.
Vorsprung durch räumlichen Kontext
Die Kombination aus OpenStreetMap, GeoJSON und WMS in AQASYS 12 verbindet Prozessdaten mit ihrem räumlichen Kontext und schafft interaktive Dashboards, in denen Live-Daten, Geoinformationen und betriebliche Informationen übersichtlich zusammengeführt werden. Das Ergebnis sind bessere Lagebilder und schnellere Entscheidungen, vom täglichen Anlagenbetrieb bis hin zum Management außergewöhnlicher Ereignisse wie Starkregen oder Hochwasser.

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