IoT-Grundwassermonitoring: 34 FWDA Tubes überwachen Schadstoffausbreitung in der Gemeinde Meppen-Borken
IoT-Grundwassermonitoring: 34 FWDA Tubes überwachen Schadstoffausbreitung in der Gemeinde Meppen-Borken
Moderne Mess- und Übertragungstechnologie für die Grundwasserüberwachung
Bei einem Projekt im niedersächsischen Meppen-Borken setzt die Firma Hölscher Wasserbau SCHRAML Produkte für das IoT-Grundwassermonitoring ein. Im Rahmen eines Pumpversuchsprogramm gilt es, das Grundwasser zur Schadstoffanalyse zu überwachen. Insgesamt 34 energieautarke 4G/5G Datenlogger für Pegelrohre (FWDA Tube) erfassen dabei Wasserstände und liefern wertvolle Daten für die hydrogeologische Bewertung des Standorts.
Pumpversuch zur Untersuchung einer Schadstofffahne
Ausgangspunkt des Projekts ist ein früherer Schadstoffaustritt von Trichlorethen aus einem ehemaligen Gebäude der Wehrtechnischen Dienstelle der Bundeswehr bei Meppen. Die Chemikalie breitet sich seit Jahren dort im Grundwasser aus. Um die zukünftige Ausbreitung der Schadstofffahne im Grundwasser besser einschätzen und verhindern zu können, werden derzeit großangelegte Pumpversuche durchgeführt.
Hölscher Wasserbau, ausgewiesener Experte für Wasserhaltung, Brunnenbau, Umwelttechnik, Reinfiltration, sowie dem zugehörigen Monitoring und der Geothermie, begleitet die Maßnahmen bereits seit rund 20 Jahren. Ziel des aktuellen Projekts ist es, die hydrogeologischen Zusammenhänge im Untergrund präzise zu analysieren und daraus geeignete Maßnahmen zur langfristigen Sicherung der Schadstofffahne abzuleiten.
34 Pegelmessstellen im Einsatz für digitales Grundwassermonitoring und Datenauswertung mit AQASYS
Für das Projekt wurden insgesamt 34 Tube-Datenlogger von SCHRAML in einem weitläufigen Messstellennetz installiert. Die einzelnen Brunnen befinden sich in einem Radius von rund 350 Metern, bei einer maximalen Entfernung von etwa 700 Metern Luftlinie zwischen den Messstellen.
Die IoT-Datenlogger überwachen die Wasserstände an den verschiedenen Grundwassermessstellen und übertragen die Messdaten automatisch zur weiteren Auswertung.
Monitoring und Analyse werden mit Hilfe des Prozessleitsystems AQASYS durchgeführt. AQASYS bündelt alle relevanten Daten des Grundwassermonitorings und der Schadstoffanalyse in einer zentralen Plattform. Das System ermöglicht eine strukturierte Auswertung sowie den schnellen Zugriff auf Messwerte und Analysen, vom übersichtlichen Dashboard bis zur detaillierten Datenauswertung.
Pumpversuche liefern wichtige Erkenntnisse zur Hydrogeologie
Im Rahmen der Untersuchungen wird an jeweils einer Grundwassermessstelle Wasser gefördert. Die Brunnen erreichen Tiefen von bis zu 55 Metern.
Die Förderung erfolgt in unterschiedlichen Pumpstufen, beispielsweise beginnend mit 5 m³/h und anschließend höheren Fördermengen. Parallel dazu beobachten die FWDA Tubes die Veränderungen der Wasserstände an allen umliegenden Messstellen. Jeder Brunnen wird dabei über einen Zeitraum von rund drei Wochen getestet, bevor der Pumpversuch an der nächsten Messstelle fortgesetzt wird. Das Gesamtprojekt erstreckt sich über mehrere Monate.
Durch die Analyse dieser Daten können wichtige Rückschlüsse gezogen werden auf:
- Fließrichtung des Grundwassers
- hydraulische Verbindungen zwischen Brunnen
- geologische Eigenschaften des Untergrunds
- Ausbreitungsverhalten der Schadstofffahne
- mögliche zukünftige Sicherungsmaßnahmen
Wasseraufbereitung direkt vor Ort
Das während der Pumpversuche geförderte Grundwasser wird vor Ort über eine Aufbereitungsanlage gereinigt. Anschließend erfolgt die Einleitung des gereinigten Wassers in ein nahegelegenes Oberflächengewässer.
Vorteile der digitalen Wasserstandsmessung mit der FWDA Tube
- Transparenz durch kontinuierliches Wasserstandsmonitoring an energieautarken Orten
- automatische und sichere Datenübertragung
- zuverlässige Fernüberwachung großer Messnetze
- reduzierte/keine Vor-Ort-Kontrollen
- frühzeitige Erkennung von Veränderungen und Datenanalyse
- hohe Betriebssicherheit im Außeneinsatz
Schutz der Messtechnik vor Vandalismus und äußeren Einflüssen entscheidend für den Einsatz durch Hölscher
Gerade bei langfristigen Außeneinsätzen spielt der Schutz der Messtechnik und passgenaues Zubehör der Datenlogger (wie z.B. SCHRAML Adapterplatten und Pegelkappen mit mobilfunkoptimiertem Antennen-Dome) eine wichtige Rolle.
Sascha Schulte, Projektleitung bei Hölscher:
„Die FWDA Tubes bieten bei unseren Pumpversuchen einen zuverlässigen Schutz vor Vandalismus. Aufgrund des robusten Edelstahlgehäuses und der kompakten Bauform der FWDA Tube, befindet sich die Messtechnik sicher innerhalb der abgeschlossenen Messstelle. Durch die zusätzliche Sicherung mit Vorhängeschlössern sind unsere Messstellen optimal geschützt, das ist für uns im Projektalltag ein entscheidender Faktor.“
Dadurch wird die empfindliche Sensorik und Datenübertragungstechnik zuverlässig geschützt vor: z.B. Vandalismus, Diebstahl, Witterungseinflüssen, unbeabsichtigten Beschädigungen, uvm.
Warum IoT-Lösungen im Grundwassermonitoring immer wichtiger werden
Die Anforderungen an Umweltmonitoring und Wasserüberwachung steigen kontinuierlich. Besonders bei langfristigen Sanierungsprojekten sind zuverlässige Daten und Analysemöglichkeiten wichtig, um fundierte Entscheidungen treffen zu können.
IoT-basierte Lösungen wie die FWDA Tube ermöglichen:
- digitale Fernüberwachung von Grundwasserständen und weiterer Parameter
- frühzeitiges Erkennen von Veränderungen
- bessere Datenqualität
- geringeren Personalaufwand
- höhere Betriebssicherheit
Damit leisten moderne Monitoringlösungen einen wichtigen Beitrag für nachhaltigen Gewässer- und Umweltschutz.
Sie möchten zu unseren FWDA Tube Datenloggern beraten werden? Senden Sie uns eine kurze Nachricht.

Kontaktdaten
SCHRAML GmbH
Herxheimer Straße 7
D - 83620 Vagen
Tel. +49 (0)8062 7071-0
www.schraml.de
info@schraml.de


